NEU: Laufmeditation


Laufmeditation

Wie der Name schon sagt. Bei der Laufmeditation geht es um die Meditation während des Laufens, des Joggens. Zunächst klingt diese Kombination widersprüchlich, da man zunächst glaubt, während der Meditation an einem Ort verweilen zu müssen und sich nicht bewegen zu dürfen. Aber schon die Existenz der Gehmeditation zeigt, daß es Meditation auch bei der Bewegung gibt. Im wesentlichen geht es bei der Laufmeditation darum, in das Hier und Jetzt zu kommen und achtsam zu werden für die Welt, die man beim Joggen erleben kann. Insbesondere für diejenigen, die es trotz der körperlichen Bewegung noch nicht schaffen, den Gedankenfluß zur Ruhe zu bringen, ist die Laufmeditation mehr als einen Versuch wert.



Ort der Meditation

Der Ort dieser Meditation ist offensichtlich draußen. Gerne die bevorzugte Laufstrecke. Am besten zum Abschalten ist aber die Strecke in der freien Natur, im Wald, auf dem Feld oder auch im Park. Dort kann man besser in Einklang mit dem Hier und Jetzt kommen, als auf einer belebten Straße. Aber auch in der Innenstadt kann man mit der Laufmeditation zur Ruhe kommen.


Meditationshaltung

Eine besondere Haltung gibt es hier natürlich nicht. In Bücher zur Lauftechnik finden sich meist wertvolle Hinweise, wie man gesundheitsbewußt und gelenkschonend joggt. Für die Meditation ist es allerdings förderlich, einen gleichmäßigen Lauftakt zu haben.


Übungsanleitung

Man beginnt zu joggen und achtet zunächst darauf einen gleichmäßigen Lauftakt zu bekommen. Nicht zu schnell sondern ein konstantes moderates Lauftempo ist zu empfehlen. Nun beginnt man auf die Atmung zu achten. Verfolgen Sie Ihren Atem, wie er die Nase oder den Mund verläßt. Man konzentriert sich z.B. auf den Eingang der Nasenflügel oder die Lippen und spürt den Luftzug nach. Dann zählt man die Atemzüge jeweils von 1-10. Wenn man bei 10 angelangt ist, fängt man wieder bei 1 an. Dies macht man vielleicht 5 Minuten, jedenfalls aber solange, bis man merkt, daß die Gedanken an den Alltag oder andere Dinge langsam abnehmen und man nur noch dem Atem folgt. Wenn man dieses Ziel erreicht hat, beginnt man sich nur noch auf die Schritte zu konzentrieren. Man sollte jetzt beginnen nachzufühlen, wie der Fuß auf dem Boden aufkommt und wieder abhebt. Fühlen Sie sich in jeden einzelnen Teil der Bewegung hinein. Joggen Sie auf diese Weise bis zum Ende Ihrer Strecke. Beim nächsten Mal verfahren Sie genauso. Von Mal zu Mal werden Sie merken, daß Sie mehr ins Hier und Jetzt gekommen sind.


Meditationserfolg

Der Erfolg im Sinne einer Beruhigung der Gedanken stellt sich möglicherweise bereits beim ersten, oder auch erst später ein. Wie bei allen Meditationsformen sollte man sich nicht verkrampfen, sondern einfach die Übung weitermachen. Der Erfolg stellt sich dann wie von selbst ein. Üblicherweise merkt man aber schon nach recht kurzer Zeit, daß man wirklich aufmerksamer wird, für die Umgebung in der man läuft und das Gehirn sich nicht ständig mit anderen Dingen beschäftigt.


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